
Arboga – Eine der ältesten Städte Schwedens
Aufbruch nach Osten, nach Arboga, mit Anfangsschwierigkeiten. Das fängt ja gut an. Beim Abbauen heute Morgen, lässt sich das Küchenfenster nicht mehr schließen. Komplett nach oben geöffnet, hackt es irgendwo, nur wo? Dann kam unser Nachbar, ein netter Niederländer und sagt, dass er das auch schon hatte, und genau so verzweifelt war wie wir. Aber da er Erfahrung hatte, wusste er auch Abhilfe. Schiene abgeschraubt und wieder in die richtige Position gebracht, und siehe da, es geht. Schade, dass wir die nicht ehr kennengelernt haben, aber Sie kamen gestern an, als wir in Uppsala waren, und waren abends auch schon im Wagen verschwunden. Ein sehr nettes Ehepaar. Sie waren auf den Weg nach Stockholm und wir konnten noch ein paar Tipps mitgeben. Jetzt konnten wir doch endlich weiter, Richtung Arboga.
Navitussi angeschmissen und los ging es. Womit wir nicht gerechnet haben, dass uns die Tussi mit dem Hänger mitten durch Stockholm schicken wollte. Das braucht man nun wirklich nicht. Also erst einmal auf die Autobahn. Rund um Stockholm geht’s da auch ganz schön zu, aber trotzdem entspannter als auf unseren, der Geschwindigkeitsbegrenzung sei Dank. Kaum hat man die Stadt hinter sich gelassen ist kaum noch Verkehr, also wieder ein entspanntes fahren.
Tim hatte einen Stellplatz am Hjälmare Kanal rausgesucht, an dem wir bleiben wollten, falls er uns gefällt. Nach ungefähr zwei Stunden Fahrt, kamen wir dort an. Mir war es da zu unheimlich, ich wollte dort nicht bleiben und mein Mann hatte ein Einsehen. Also einen richtigen Campingplatz suchen. Wird langsam etwas schwieriger, da es anscheinend wirklich Plätze gibt, die jetzt schon komplett geschlossen haben. Aber wir sind doch schnell fündig geworden, in Herrfallet, ein Ganzjahresplatz. Total schön an einem See gelegen, in einem Naturreservat. Wir sind im Moment die einzigen Reisecamper. Der Platz ist zu 80% von Dauercampern belegt, aber sehr ordentlich mit schönen, gepflegten Grundstücken. Von denen sind im Moment anscheinend nur zwei hier und es trotzdem nicht so gruselig, wie an dem anderen Stellplatz.
Inder Stadt
Nach dem Aufbau sind wir dann nach Arborga gefahren. Arborga ist eine schöne, mittelalterliche Stadt. Bevor wir uns die Stadt angesehen waren wir noch Kaffee trinken und haben dabei leckere Pfannekuchen mit Erdbeermarmelade und Sahne verspeist. Sie ist eine der ältesten Städte Schwedens. Sie war für 6 Monate die Hauptstadt Schwedens. Der Stadtkern ist sehr gut erhalten. In den enge Gassen und Kopfsteinpflasterstraßen kann man die gut erhaltenen Gebäude bewundern oder man schlendert am Arbogafluß und am Hjälmare Kanal entlang, der 1639 gebaut wurde. Auf der Promenade gibt es sehr viele Sitzmöglichkeiten bei denen immer wieder Granitplatten eingelassen sind, auf denen man grillen darf. In der Dreifaltigkeit-Kirche hängen die größten Kronleuchter Schwedens. Die Kirche durchläuft gerade eine komplette Sanierung, incl. Austausch der Orgelpfeifen. Nachdem wir dann noch tanken und einkaufen waren, sind wir zurück und wollen das schöne Wetter noch am See genießen. Zum Abschluss des Tages sind wir noch am See entlang gelaufen und haben uns den Sonnenuntergang angesehen.
Arboga















